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Tierärztlicher -24 h-Notdienst:
Tierklinik-Bielefeld: 05 21 / 26 03 70
Tierklinik-Vorbohle (Schloß Holte-Stukenbrock): 05207-5500

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Viel Spaß beim Lesen wünscht das Praxisteam Dr. Heymann    

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Tiere im Auto

Wenn der Hund zum Geschoß wird

- unsere Vierbeiner sollten nie ungesichert mit uns Auto fahren -

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Bei Crash-Tests mit unterschiedlich schweren Hunde-Dummys haben Experten festgestellt, daß der Westie auf der Hutablage schon bei einem Unfall im Stadtverkehr zum tödlichen Geschoß werden kann. Auch wenn es cool aussieht, wenn Westie Luna oder Mops Lorriot auf der Hutablage liegen, wenn Labrador Sam seine Nase in den Fahrtwind hält oder die Ohren aus dem Seitenfenster flattern läßt, und auch, wenn es so praktisch ist, den Vierbeiner nur mal eben schnell ins Auto springen zu lassen, hierbei spielen Herrchen oder Frauchen nicht nur mit dem Leben des Hundes, sondern auch mit dem eigenen und dem anderer Mitfahrer. Setzt sich der Hund bei einer Frontalkollision in Bewegung und prallt gegen die vorderen Sitze, so müssen diese ein Vielfaches des Hundegewichts aushalten. Bei den Crash-Tests durchschlug ein größerer Hunde-Dummy sogar den Vordersitz. Die Erfahrung zeigt immer wieder, daß die bei einem Aufprall freigesetzten Beschleunigungskräfte in der Regel stark unterschätzt werden. Durch das plötzliche Stoppen bei einem Frontalaufprall können allein bei Stadtverkehrsgeschwindigkeit Beschleunigungskräfte bis zum 17-fachen der Erdbeschleunigung und auf der Autobahn sogar bis zum 40-fachen auf den Hund einwirken. D.h., einen solchen Aufprall kann der Hund normalerweise nicht überleben zusätzlich wird er auch für die menschlichen Insassen zur tödlichen Gefahr. Nicht umsonst ist daher die Sicherung von Hunden während der Autofahrt gesetzlich vorgeschrieben. Leider zeigen die Versuche auf der Crash-Bahn auch, daß viele der üblichen Systeme keinen ausreichenden Schutz bieten. Die häufig als Schutzsystem verwendeten geklemmten Gitter oder verspannten Netze können zwar verhindern, daß der Vierbeiner während des Autoaufenthalts nach vorne klettert, sind als Rückhaltesystem bei einem Verkehrsunfall aber meist zu schwach und deshalb ungeeignet. Am sichersten ist es, den Hund im Kofferraum eines Kombis zu transportieren, der durch ein stabiles, angeschraubtes Gitter vom Insassenraum abgegrenzt ist. Stabile Hunde-Transportboxen schützen ebenfalls sinnvoll. Mittlerweile gibt es auch für Limousinen entsprechend stabile Schutzgitter im Fachhandel zu kaufen, die die enormen Beschleunigungskräfte im Falle eines Unfalls aushalten. Für kleinere Hunde sind Anschnallgeschirre entwickelt worden. Diese werden dem Hund ähnlich einem Brustgeschirr angezogen und mittels eines speziellen Endstücks in das Gurtschloss des Personenanschnallsystem eingeklinkt. Man sollte auch hier unbedingt auf Qualität achten, damit nicht nur die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind, sondern für Hund und Mensch auch ein wirklich sicherer Schutz besteht.

Gehen Sie deshalb immer auf Nummer sicher und schnallen Sie sich und Ihren Vierbeiner an und nicht nur auf längeren Strecken, sondern auch auf den kurzen Wegen nur schnell um die Ecke. Dieser kurze Zeitaufwand kann Leben retten!

Haustiere und Kinder

Haustiere sollten Kinder nicht im Gesicht ablecken dürfen

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Kinder sollten sich nicht von ihren Haustieren ablecken lassen, diese küssen oder sie mit in ihr Bett nehmen. Schleckt ein Tier ein Kind ab, so sollten Eltern die Stelle umgehend mit Seife und Wasser gründlich reinigen. „Das Küssen und Abgeschlecktwerden von Haustieren sind häufige Übertragungsarten – neben Kratzen und Beißen – von Pasteurella-Bakterien, aber auch anderen Zoonosen, d.h. vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten. Da sich Pasteurella-Erreger (u.a. Erreger der Pest) sowohl beim Tier als auch beim Menschen auf der Schleimhaut der Nasenmuscheln und des Rachenraums einnisten, können sie sich sehr gut verbreiten. Eine ganze Reihe von Tieren kann Pasteurella-Träger sein, ohne selbst Krankheitszeichen zu zeigen. Die Keime können beim Menschen eine Blutvergiftung (Sepsis), Knochenentzündung (Osteomyelitis), Lungenentzündung (Pneumonie) oder Hirnhautentzündung (Meningitis) auslösen, welche rasch antibiotisch behandelt werden muss“, warnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ):Ein weiteres Bakterium, das im Maul von Hunden und Katzen vorkommt, ohne dass diese erkranken müssen, ist das Capnocytophaga canimorsus. Beim Menschen kann es lebensbedrohliche Infektionen, wie Wundbrand, Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder Entzündung der Herzinnenhaut verursachen. „Biss- und größere Kratzwunden sollte deshalb immer der Kinder- und Jugendarzt behandeln. Beachtet man die obengenannten Vorsichtsmaßnahmen, lässt das Tier regelmäßig beim Tierarzt untersuchen, entwurmen, hält es frei von Flöhen und wäscht sich nach dem Kontakt die Hände, dann gibt es keine Einwände gegen den Umgang von Kindern mit Haustieren“, so Dr. Fegeler. Haustiere haben auf Kinder sogar einen positiven Einfluss: Ihre Gegenwart kann tröstend wirken und Kindern Angst nehmen. Durch den Umgang mit ihnen lernen Kinder auch Verantwortungsbewusstsein, Pflichtgefühl, Rücksichtnahme und soziales Handeln.

Quelle: Emerging Infectious Diseases (DOI: 10.3101/eid1702101070)

Futtermittel

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Liebe Kunden der Tierarztpraxis,

sicher hat es sich noch nicht überall herumgesprochen, dass Sie auch in unserer Tierarztpraxis Hunde- und Katzenfutter kaufen können.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, unsere Futtermittel seien teurer als im Zoofachhandel, berechnen wir nur den vom Hersteller empfohlenen Verkaufspreis. Selbstverständlich erhalten Sie bei uns eine individuelle Futterberatung durch unser fachkundiges Personal.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr Tier ein Futter nicht mag, erstatten wir Ihnen in den meisten Fällen Ihr Geld zurück.

Zudem bieten einige Hersteller interessante Prämien an. Wenn Sie bei uns Futter kaufen, erhalten Sie einen Futterpass auf dem jeder Futterkauf eingetragen wird. Für einen vollen Futterpass erhalten Sie einen entsprechenden Futtersack gratis.

Sie sehen also, es lohnt sich sehr wohl beim Tierarzt Futtermittel zu kaufen!

Bei Interesse wenden Sie sich an unser Personal, wir bestellen dann das gewünschte Futter (Lieferzeit: 1-2 Werktage, z.T. auch Lieferung frei Haus möglich).

Wir können Ihnen Futter von folgenden Firmen bestellen:

  • Royal Canin
  • Eukanuba / Iams
  • Hill`s
  • Happy Dog / Happy Cat
  • Vet-Concept
  • Trovet

Ihr Praxisteam

Impfaktion

"Impfen für Afrika"

Die Idee
Mit der Aktion Impfen für Afrika! schlägt der Verein Tierärzte ohne Grenzen e.V. eine Brücke zwischen der veterinärmedizinischen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und der Impfung von Haustieren in Deutschland.

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Die Idee hinter der Aktion ist schnell erklärt: Ein Tierarzt in Deutschland impft am Impftag wie gewohnt Haustiere und spendet die Hälfte dieser Einnahmen an Tierärzte ohne Grenzen e.V.

Mit diesen Spendengeldern engagiert sich der Verein für Menschen, deren Leben von der Tierhaltung abhängt. In unseren Projektgebieten stellen Nutztiere wie Rinder, Ziegen und Hühner die Lebensgrundlage vieler Familien dar. Als Nahrungsmittelproduzenten leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung, als Last- und Zugtiere sind sie Maschinenersatz.

Hier setzen unsere Hilfsprojekte an: Mit Hilfe Ihrer Spenden bilden wir Einheimische zu Tiergesundheitshelfern aus. Diese können die Tiere prophylaktisch impfen, sind aber auch in der Lage, Tierseuchen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Darüber hinaus unterstützen wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort deren Viehhaltung und schaffen erste Vermarktungsstrukturen.

Deshalb sichert eine Impfung nicht nur die Gesundheit Ihres Haustiers, sondern auch die Gesundheit der Nutztiere in Ostafrika. Und gesunde Tiere bedeuten gesunde Menschen.

Zähne

Zahngesundheit bei Hunden und Katzen

Leider werden immer noch viel zu häufig Zahnerkrankungen zu spät erkannt.
In unserer Praxis werden die Tiere dann meistens wegen mangelndem Appetits oder schlechtem Geruchs aus dem Fang vorgestellt. Die Untersuchung der Maulhöhle ergibt dann häufig starken Zahnsteinbefall mit z. T. eitrigen Entzündungen des Zahnhalteapparates.
Bei derart starken Entzündungen ist es für uns immer wieder verwunderlich, dass die Tiere über Monate hinweg überhaupt noch Futter zu sich nehmen konnten. Jeder von uns, der schon mal eine simple Zahnfleischentzündung hatte, weiß wie schmerzhaft so etwas sein kann.

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Zahnstein entsteht aus Plaque und ist mit zahlreichen Keimen (Bakterien, Viren, Pilzen) behaftet. Diese Keime werden von der Maulhöhle in innere Organe wie Herz, Leber, Nieren und Lunge abgeschwemmt und können dort zu weiteren Schädigungen führen, an deren Ende das Versagen der betroffenen Organe stehen kann. Glücklicherweise gibt es heute eine Vielzahl von Möglichkeiten Ihrem Tier derartige Erkrankungen weitestgehend zu ersparen:

  • Gewöhnen Sie Ihr Tier bereits im Welpenalter daran, sich ins Maul schauen zu lassen
  • Kontrollieren Sie in regelmässigen Abständen die Maulhöhle und entfernen Sie Futterreste
  • Versuchen Sie Ihr Tier ans Zähneputzen zu gewöhnen
  • füttern Sie zusätzlich Futtermittel mit zahnreinigender Wirkung (z. B. Hills t/d oder Hills Oral Care)
  • vermeiden Sie die Fütterung klebriger Futtermittel und halten Sie den Trockenfutteranteil möglichst hoch
  • gehen Sie regelmässig mit Ihrem Tier zum Tierarzt

Typische Anzeichen einer Zahnerkrankung:

  • gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnverfärbungen und Zahnstein, Mundgeruch, Einseitiges Kauen
  • Bevorzugung weicher Nahrung (festes Futter wird stehen gelassen)
  • Kratzen mit der Pfote am Maul
  • starker Speichelfluss („sabbern“)

Natürlich ist es trotz aller Prophylaxe -besonders in zunehmendem Alter- möglich, dass Ihr Tier Zahnstein oder Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches entwickelt. Es wird dann evtl. auch nötig sein, Ihr Tier zu narkotisieren um den Zahnstein mit Hilfe von Ultraschall zu entfernen und ggf. Zähne zu ziehen. Besonders sinnvoll ist es, im Anschluss an eine solche Zahnsanierung mit der regelmässigen Zahnpflege zu beginnen. So können Sie Ihrem Tier vielleicht sogar weitere Zahnsanierungen ersparen.

Zahnwechsel beim Hund - "Canini persistens"

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Impfen

Warum sollte ich mein Tier impfen?

Es gibt in letzter Zeit einige Interessengruppen, die einzelne Impfungen, die Zeitabstände zwischen Wiederholungsimpfungen oder das Impfen generell kritisieren. Die Diskussion wird von den Tierärzten sehr ernst genommen.
Unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse sind nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten aus tierärztlicher Sicht zusammengefasst, um Ihnen als Tierhalter/Tierhalterin die Entscheidung für oder gegen eine Impfung zu erleichtern.

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Warum sollte ich mein Tier impfen?
Der Sinn einer Impfung besteht darin, eine Erkrankung zu verhindern oder dafür zu sorgen, dass sie deutlich kürzer und milder verläuft. Viele Infektionskrankheiten, gegen die geimpft werden kann, können nicht behandelt werden und sind absolut tödlich. In Deutschland zugelassene Impfstoffe haben in aufwendigen Studien ihre Wirksamkeit bewiesen und werden ständig weiterentwickelt. Die Impfung ist eine einfache und sichere Methode, mit der Sie Ihr Tier vor Leiden schützen und Behandlungskosten sparen können. Bei Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt liegen Broschüren aus, in denen die einzelnen Krankheiten beschrieben werden. Der Tierarzt berät und prüft für Sie,

  • welche Impfungen bei Ihrem Tier aufgrund der Haltung des Tieres und der regionalen Ausbreitung von Tierkrankheiten oder -seuchen sinnvoll sind,
  • ob Ihr Tier gesund ist oder Risikofaktoren vorliegen,
  • welcher Zeitpunkt für die Impfungen richtig ist,
  • welcher Impfstoff geeignet ist.

Klassische Infektionskrankheiten sind dadurch zurückgedrängt worden, dass immer mehr Tiere regelmäßig geimpft werden. Die steigende Lebenserwartung unserer Haustiere ist ein klarer Erfolg konsequenter Impfungen. Viele, oft tödlich verlaufende Krankheiten treten jedoch immer noch tagtäglich regional auf. Bei Kleintieren sind das besonders Staupe, Parvovirose, Tollwut, Katzenleukämie und Katzenseuche, beim Pferd Tetanus, Herpes und Influenza.
Weil viele Krankheiten seltener geworden sind, besteht eine gewisse „Impfmüdigkeit“. Ungeimpfte Tiere leben dabei praktisch auf Kosten der geimpften Tiere: Von der Gesamtheit einer Tierart, der Population, müssen 70 bis 80 Prozent geimpft sein, damit sich Infektionskrankheiten nicht zu einer Epidemie ausweiten können. In einer gut durchgeimpften Population kann es für ein einzelnes Tier möglich sein, ohne Impfung gesund zu bleiben. Dies kann sich im Laufe der Zeit ändern, wenn die Immunität in der Population nachlässt. Wenn in zu großen Abständen oder gar nicht mehr geimpft wird, kann der Impfschutz der gesamten Tierpopulation zusammenbrechen. In Finnland sind z. B. im Jahr 1995 mehr als 5.000 Hunde an den Folgen einer Staupeinfektion gestorben. Besondere Risiken gibt es bei Tieren, die privat oder von Händlern aus dem Ausland mitgebracht werden. Sie sind häufig nicht geimpft bzw. werden mit gefälschten Impfpässen verkauft. Hunde beispielsweise bringen so immer wieder Staupe und Parvovirose ins Land, sogar tollwutkranke Hunde sind schon mitgebracht worden.

Ist Impfen schädlich?
Auch moderne Impfstoffe können im Einzelfall Reaktionen an der Injektionsstelle oder Impfschäden hervorrufen. Das ist tatsächlich auch heutzutage nicht ganz ausgeschlossen. Daher ist es sehr wichtig, dass der Tierarzt vor einer Impfung das Tier untersucht. Ein geschwächtes Immunsystem, falsche Ernährung, Arzneimittel, Stress oder Erkrankungen können die Wirksamkeit der Impfung beeinflussen.
Es gibt ein funktionierendes Meldesystem, das Nebenwirkungen erfasst. Jede Meldung wird geprüft, ob der betreffende Impfstoff die unerwünschten Wirkungen verursacht hat. Gegebenenfalls kann ein Impfstoff von der zuständigen Behörde aus dem Verkehr gezogen werden. Der Nutzen von Impfungen überwiegt insgesamt deutlich die Risiken bekannter Nebenwirkungen.
Bei Katzen besteht der Verdacht, dass die Impfungen gegen Tollwut und Leukämie in sehr seltenen Fällen bösartige Tumoren des Bindegewebes (Fibrosarkome) hervorrufen können. Allerdings kann jede Injektion, theoretisch sogar ein Insektenstich, bei einer empfindlichen Katze potentiell Ursache für ein Fibrosarkom sein. Ursachen und Zusammenhänge werden zur Zeit wissenschaftlich geprüft.
Es ist wichtig, Nutzen und Risiko einer Impfung abzuwägen und gegebenenfalls alternativ vermehrt Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen. Der Tierarzt wird Sie beraten, welche Impfungen für Ihre Tiere sinnvoll sind. Die Entscheidung sollte individuell getroffen werden.

Sind Mehrfachimpfungen sinnvoll?
Impfstoffe enthalten oft mehrere wirksame Bestandteile (Antigene) gleichzeitig, z. B. beim Hund gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose. Es gibt viele verschiedene Kombinationen aber auch Impfstoffe gegen eine einzelne Krankheit. Allerdings sind die Einzelwirkstoffe nicht unbedingt deutlich billiger. Wiederholungsimpfungen werden durch Mehrfachimpfstoffe erleichtert, weil sie nicht zeitlich getrennt vorgenommen werden müssen. Wenn also alle enthaltenen Antigene sinnvoll und notwendig sind, bedeuten Mehrfachimpfungen für das Tier nur eine Injektion und für Sie geringere Kosten, weil nur ein Besuch beim Tierarzt erforderlich ist.
Es gibt keinerlei Daten, die darauf hinweisen, dass Mehrfachimpfungen bei Hund, Katze und Pferd gegenüber Einzelimpfungen Nachteile haben oder schädlich für das Immunsystem wären. Es gibt aber Kombinationen, die nicht empfehlenswert sind, weil sie verschieden lange wirken oder das Alter für die erste Impfung unterschiedlich ist. Welche Impfungen in welcher Kombination für Ihre Tiere sinnvoll sind, sollten Sie individuell mit Ihrem Tierarzt entscheiden.

Muss immer jährlich geimpft werden?
Bei der Zulassung von Impfstoffen wird festgelegt, in welchen Abständen eine Impfung wiederholt werden soll. Außerdem sind in einigen Fällen rechtliche Vorschriften zu beachten.
Die Tollwut-Verordnung verbietet Heilversuche an tollwutverdächtigen Tieren. Die zuständige Behörde muss die Tötung von Hunden und Katzen anordnen, wenn sie Kontakt mit tollwutkranken Tieren hatten und kein wirksamer Impfschutz vorliegt. Eine jährliche Wiederholungsimpfung gilt als Nachweis eines wirksamen Impfschutzes und kann die Tötung verhindern; sie ist damit vor allem in Regionen wichtig, in denen die Tollwut vorkommt. Außerdem werden bei Reisen ins Ausland in der Regel jährliche Tollwutimpfungen verlangt. Einige Länder wie z. B. Norwegen oder Schweden fordern darüber hinaus weitere Impfungen.
Wiederholungsimpfungen sind entsprechend der Gebrauchsinformation des Impfstoffs vorzunehmen. Dabei ist zu berücksichtigen, wie hoch das Risiko des individuellen Tieres ist, sich anzustecken und wie häufig eine Krankheit regional auftritt (Infektionsdruck). Es gibt Impfstoffe, für die ein zweijähriger Abstand angegeben ist. Die voraussichtliche Schutzdauer hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der regionalen Ausbreitung der Krankheit, der Einschleppung durch Fernreisen, der Nachbarschaft zu Ländern mit wenig geschützten Tierbeständen (Osteuropa) und der individuellen Immunitätsbildung.
Wenn Sie Ihr Tier nicht pauschal impfen lassen wollen, dann kann der Tierarzt in regelmäßigen Abständen untersuchen, wie hoch der Impfschutz noch ist (Antikörper-Titer-Bestimmung an einer Blutprobe) und Sie können dann gezielt über eine Auffrischung entscheiden. Regelmäßige Impfungen sind allerdings in der Regel unschädlich, praktikabler und billiger. Außerdem hängt der Schutz vor Infektionen nicht nur von der maximalen Dauer der individuellen Immunität ab, sondern auch vom Impfschutz der gesamten Population. Dieser ist derzeit nicht sehr stabil, weil nur etwa 15 bis 20 Prozent aller Hunde, Katzen und Pferde konsequent vorschriftsmäßig geimpft werden.
Impfungen gegen bakterielle Erreger wie Leptospirose und Borreliose sowie Impfungen mit anderen so genannten inaktivierten Impfstoffen, z. B. gegen Katzenschnupfen, müssen jährlich vorgenommen werden; hier belegen Testinfektionen, dass der Impfschutz etwa ein Jahr anhält.

Was empfiehlt der Tierarzt?
Insgesamt bietet die jährliche Impfung bei Hunden und Katzen den besten Schutz für das individuelle Tier und die gesamte Population. Eine Grundimmunität wird bei Hunden und Katzen in der Regel nach zwei bis drei Impfungen im ersten und einer weiteren Impfung im zweiten Lebensjahr erreicht. Das Impfschema kann je nach Impfstoff, Tierart und individuellem Fall unterschiedlich sein.
Bei Pferden sind grundsätzlich halbjährliche Influenza- und Herpes- sowie Tetanusimpfungen im Abstand von zwei Jahren zu empfehlen. Bei Pferden auf Turnieren ist die halbjährliche Wiederholung der Influenza-Impfung vorgeschrieben, um dem besonderen Infektionsdruck zu begegnen.
Änderungen von jahrelang erfolgreich durchgeführten Impfschemata müssen sorgfältig geprüft werden und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, um die erreichten Erfolge nicht zu gefährden.

(Tierärztkammer Westfalen-Lippe 2004)

Leptospirose

Leptospirose beim Hund

- eine "re-emerging-disease" -
Die Leptospirose beim Hund, auch Stuttgarter Hundeseuche oder Weil'sche Krankheit genannt, ist eine bakterielle Erkrankung, die weltweit vorkommt.

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Verursacher der Erkrankung sind verschiedene Serotypen des Bakteriums „Leptospira interrogans“.

Leptospiren sind bewegliche, fadenförmige und schraubenartig gewundene Bakterien. Infektionen mit Leptospiren sind vor allem unter wildlebenden Nagetieren (Ratten, Mäuse, Hamster) weit verbreitet. Sie beherbergen die Bakterien (Erregerreservoir), ohne jedoch zu erkranken und scheiden die Erreger mit dem Urin aus. Die Ansteckung unserer Hunde erfolgt entweder durch direkten Kontakt mit infizierten Wildtieren oder deren Urin, untereinander bei der Paarung, im Mutterleib, durch Bisse, über Hautwunden oder indirekt durch eine kontaminierte Umwelt: Wasser (Trinken aus kontaminierten Pfützen oder Gewässern!), Futter, Erde, Schlafstelle usw..

Leider kann sich auch der Mensch mit diesen Leptospiren infizieren, weshalb die Erkrankung als Zoonose bezeichnet wird. Meistens infiziert sich der Mensch aber nicht über unsere Hunde, sondern über kontaminiertes Wasser, wie z.B. in Badeseen, die mit dem Urin infizierter Nagetiere verunreinigt sind und in denen sich der Erreger in den warmen Sommermonaten lange hält. Nach der Infektion über den Nasen-Rachen-Raum oder die Haut gelangen die Bakterien über den Blutweg in Leber, Nieren, Milz, Augen, Geschlechtsorgane und das zentrale Nervensystem. Dort vermehren sie sich rasch, wobei es zu unterschiedlich schweren Organschäden kommen kann. Der Schweregrad der Leptospirose ist vom Alter des Patienten (Jungtiere erkranken in der Regel heftiger), der körpereigenen Abwehr und dem vorliegenden Serotyp abhängig. Um Hunde – und auch Menschen – vor einer Infektion mit Leptospiren zu schützen, werden unsere Vierbeiner bereits seit vielen Jahren im Rahmen der „Jahresimpfung“ gegen die Leptospirose geimpft. Leider nahmen in den letzten Jahren die Leptospirosefälle in den Tierarztpraxen trotz Impfung zu, weshalb man die Erkrankung als „re-emerging-disease“ bezeichnet (Wiederauftauchen einer Erkrankung, die man durch Hygiene- bzw. Impfmaßnahmen im Griff hatte). Grund hierfür ist die Ausbreitung von neuen Serotypen des Erregers, gegen die der bisherige bivalente Impfstoff (Impfstoff gegen 2 Serotypen – Serotyp icterohaemorrhagiae und Serotyp canicola) nicht wirksam ist. Ein ganz neu auf den Markt gekommener tetravalenter Impfstoff gegen 4 zur Zeit hauptsächlich vorkommenden Serotypen (zusätzlich die Serotypen grippotyphosa und bratislava) soll diese Problematik lösen.

Symptome:

Die Symptome einer Leptospirose können mild und unspezifisch sein (z.B. Apathie, Fieber, Erbrechen, Zittern, Schmerzen im Bauchraum), aber auch durch schwere Funktionsstörungen von Leber und/oder Nieren gekennzeichnet sein. Können Leber und Nieren den Körper nicht ausreichend entgiften, sind zentralnervöse Störungen durch Vergiftungserscheinungen die Folge (Hepatoenzephalopathie). Auch Gelbsucht (Ikterus) und Augenerkrankungen können die Bakterien verursachen. Vor allem für ungeimpfte Tiere kann die Infektion tödlich verlaufen. Viele Infektionen mit Leptospiren verlaufen aber auch ohne klinische Symptome. Diese unerkannt infizierte Tiere stellen dann leider, ebenso wie die gesundeten, eine Infektionsquelle für andere Tiere und den Mensch dar, da sie weiterhin Erregerausscheider sein können.

Diagnose:

Durch eine Urinuntersuchung sind die Erreger direkt nachweisbar. Da Leptospiren jedoch nur schubweise ausgeschieden werden, kann eine mehrmalige Urin-untersuchung notwendig sein. Eine weitere Möglichkeit, eine Leptospirose festzu-stellen, ist der Nachweis von Antikörpern durch eine Blutuntersuchung.

Therapie:

Die Behandlung der Leptospirose ist abhängig von der Schwere der Erkrankung. Generell besteht sie aus Infusionen zum Flüssigkeits-ausgleich, einer symptoma-tischen Behandlung und gegebenenfalls aus Bluttransfusionen. Gleichzeitig setzt man gezielt Antibiotika (Doxycyclin) ein, um das Wachstum der Bakterien schnell und effektiv zu stoppen und die Krankheitserreger zu eliminieren.

Prophylaxe:

Nach den Deutschen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis gehört die Leptospiroseimpfung zu den Pflichtimpfungen – sogenannte „Core-Impfung“. Um einen ausreichenden Impfschutz aufzubauen, müssen ungeimpfte Hunde zweimal im Abstand von 4 Wochen mit dem neuen Impfstoff grundimmunisiert werden. In der Regel reicht die jährliche Impfauffrischung. Bei stark exponierten Hunden sollte halbjährlich gegen die Leptospirose geimpft werden – z.B. Hunde, die zur Jagd verwendet werden. Auch in Endemiegebieten sind halbjährliche Impfintervalle ratsam. Bei der Umstellung von dem bivalenten Impfstoff auf den tetravalenten müssen bislang mit bivalentem Impfstoff geimpfte Tiere ebenfalls grundimmunisiert werden.

Merke:

An Leptospirose ist grundsätzlich immer zu denken, wenn unklare fiebrige Erkrankungen, Funktionsstörungen von Leber und Nieren oder Augenerkrank-ungen vorliegen. Treten in einem Bestand derartige Symptome auf, sollten immer auch die gesund erscheinenden Hunde untersucht werden, um mögliche Erregerausscheider erkennen zu können.

Hundekeks-Rezepte für die kalte Jahreszeit und danach...


1. Fenchelkekse mit Honig:

  • 2 Eier
  • 100 g Roggenmehl
  • 150 g Vollkornmehl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Fenchelsamen
  • 1 TL Honig
  • 2 EL Milch

2. Leberwursttaler

  • 100 g Geflügelleberwurst
  • 100 g Haferflocken
  • 200 g Dinkelmehl
  • 60 g Margarine
  • 1 Ei

Für Hunde giftige Lebensmittel

Schmerzmitteleinsatz


Vogelfütterung im Winter

Wenn es um die Notwendigkeit der Winterfütterung einheimischer Vögel geht scheiden sich die Geister.

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Kaninchen und Meerschweinchen im Winter

Vor der Entscheidung für die durchgehende Freilandhaltung von Kaninchen oder Meerschweinchen, sollte man sich unbedingt bewusst machen...

hier ansehen und downloaden

Importhunde

Importhunde – Gefahr durch Leishmaniose
Im Südlandurlaub sieht man sie, die so genannten „Straßenhunde"...

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Für Hunde gefährlich

Reisen in südliche Länder
Blut saugende Parasiten, wie Zecken und Mücken,...

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Hund und Katze

- automatisch "wie Hund und Katz"?
In freier Natur gehen sich Hund und Katze aus dem Weg bzw....

hier ansehen und downloaden

Vorsicht Fensterfallen

Katzen lieben den Platz in der Ersten Reihe.
Fenstersims und Balkonbrüstung sind beliebte Freisitze,....

hier ansehen und downloaden

Kinderkrankheiten

Was kann entzückender sein als verspielte,
lebensfrohe Katzenkinder? Damit sich die kleinen Stubentiger....

hier ansehen und downloaden

Checkliste

„Gesundes Tier – krankes Tier“

hier ansehen und downloaden


 

Wichtige Links

 
  AHO Redaktion Kleintiere & Pferde (25. April 2008)   Frankreich: Tollwut bei einem illegal aus Afrika importierten Hund  
  Tierbetreuung im Urlaub   Haushüter, die guten Geister, betreuen Haustiere im Urlaub  

Praxisangebot

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